Eines Sonntags im August auf dem Theaterfestival Isny

Traditionell ist am ersten Sonntag des Theaterfestivals der Frühschoppen. Blasmusik der traditionellen, aber auch der besonderen Art. 

Zur Kultur gehört natürlich das Essen: Kein Frühschoppen ohne Weißwürste, natürlich von den Tischgenossen, natürlich aus Kalbfleisch. Bei ca. 200- 300 Besuchern waren die Weißwürste nach 3 Stunden ausverkauft und es gab viel Lob- für die Würste und für die Künstler.

Dieses Jahr spielte das Duo Matria, die aus Odessa stammende Sängerin, Pianistin und Komponistin Tamara Lukasheva mit dem aus Maria Rain im Allgäu stammenden Trompeter, Brass-Multiinstrumentalisten und Komponisten Matthias Schriefl. Matria verbindet verschiedene süddeutsche Volksmusikarten (z.B. Jodler, Almlieder, Zwiefache) mit ukrainischer Volksmusik, ein groovendes Alphorn mit dem Gesang der ukrainischen Karpaten.

Matria macht Musik, die zu einer Zuflucht wird, die Menschen verbindet und dabei eine Menge Spaß macht. 

Das verbinden von Menschen sehen auch die Tischgenossen als wichtige Aufgabe. Sie arbeiten daran, die Verbindung zwischen den 7 bäuerlichen Betrieben und den Gemüse-, Wurst- und Fleischkunden zu stärken. 

Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit dem Theater Festival Isny!

Bilder: Theaterfestival Isny

TischGenosse und Biobauer Alfons Notz aus Weipoldshofen blickt auf 50 Jahre Landwirtschaft und Engagement zurück.

Im Gespräch erklärt er, wie sich seine Erfahrungen mit Bio, Politik und Bauernprotesten mit der Geschichte des Bauernkriegs verbinden – und warum diese Themen bis heute aktuell sind.

Hier geht es zu dem sehr lesenswerten Interview für die Bildschirmzeitung BLIX und die kritische Wochenzeitung KONTEXT: Bis aufs Blut drangsaliert

Neulich in Leutkirch, beim Festival der Lösungen

Da können die Tischgenossen natürlich nicht fehlen: Beim Markt der Möglichkeiten, am Samstag, 5. Juli im Rahmen des Festivals der Lösungen, das zum 3. Mal mit rund 25 Ausstellern stattfand. Direkt vor dem Rathaus hatten wir unseren Standplatz im neuen Gewand. Weil sinnvolle, zukunftsgewandte Lösungen und Produkte bieten wir. Wir informierten über uns und unsere Betriebe. Natürlich anschaulich und schmackhaft mit Rinder-/Kalbsbratwurstbratwurst und Salat. Unser Stand war gut besucht und es fanden gute, interessierte Gespräche über Landwirtschaft, Fleischkonsum und die Gemeinschaft der Tischgenossen statt. Die Bratwürste waren ausverkauft und Spaß hats auch noch gemacht. Na dann bis zum nächsten Lösungsfestival!

(Markus Fischer)

Die Bedeutung der naturnahen Beweidung für die Biodiversität

1.      Zur richtigen Einordnung der hohen Bedeutung von extensiver Beweidung für den Erhalt der Artenvielfalt, zunächst ein kleiner Ausflug in die Entwicklungsgeschichte der Biodiversität

 

Megaherbivoren wie Mammuts, Elefanten, Nashörner, Riesenhirsche und Wisente waren in Urzeiten die großen Landschaftsformer. Diese großen Pflanzenfresser waren von Anfang an Weggefährten für die meisten Insekten, Amphibien und Vögel.

Nach  dem Aussterben, der Ausrottung und Verdrängung fast aller wilden Megaherbivoren, übernahmen in Mitteleuropa mit der Einführung von Ackerbau und Viehzucht vor etwa 8000 Jahren domestizierte Weidetiere die Ausgestaltung der Kulturlandschaft und ihrer Vegetation.

Der überwiegende Teil unseres Landes waren bis weit ins 19. Jahrhundert hinein ausgedehnte Weidelandschaften, die in Form der sogenannten Allmende oder Gemeinheiten genutzt wurden.

In der Folge war um das Jahr 1800 der Zeitpunkt der höchsten Artenvielfalt in Mitteleuropa.

Diese gemeinsame Entwicklung hat sich tief in die DNA vieler Vogel- Insekten- Reptilien- und Amphibienarten eingeschrieben.  Man kann daher sagen, dass ein beträchtlicher Teil der heimischen Vogelarten „Weidevögel“, das heißt, eng mit Weidetieren assoziiert sind.

 

2.      Die Auswirkungen der „modernen“ Grünlandbewirtschaftung auf die Biodiversität

 

Mit der allmählichen Aufgabe der „ungeregelten Beweidung“ und der Einführung von ganzjähriger Stallfütterung bzw. einzelbetrieblicher Intensiv-Weidewirtschaft im 18. und 19. Jahrhundert setzte der Niedergang der Artenvielfalt ein und hat sich durch die Intensivierung der Landwirtschaft in den letzten hundert und verstärkt in den letzten 50 Jahren zu einer rasanten Talfahrt beschleunigt. Eine entscheidende Rolle bei dieser negativen Entwicklung spielen der starke Rückgang der naturnahen Weidewirtschaft, die hohe Schnittzahl in Verbindung mit der verstärkten Düngung und die durch technische Innovationen hohe Schlagkraft der heutigen Mähtechnik.

Die Mahd von Schlägen in einer Größenordnung  von 20 bis 30 ha in nur wenigen Stunden vernichtet nicht nur eine große Zahl an adulten Insekten, sondern  räumt auch eine ganze Generation von Nachkommen ab. Zudem wird bei jeder Mahd großflächig das Nahrungsangebot für Insekten in Form von Blüten und Gräsern entnommen. Wetterbedingt mähen die meisten Bauern zum gleichen Zeitpunkt, sodass den Insekten in nur wenigen Tagen über ganze Landstriche hinweg die Nahrungs- und Fortpfanzungsgrundlage entzogen wird. Bedenkt man, dass Insekten die Basis der Nahrungspyramide bilden, werden die negativen Auswirkungen dieser intensiven Bewirtschaftung deutlich. Dieser für die Artenvielfalt desaströse Prozess, wiederholt sich bis zu sieben Mal pro Jahr.

Vor diesem Hintergrund muss man bei modernem Grünland von einer „grünen Wüste“ sprechen.

 

 

3.      Der Lebensraumtyp naturnahe Weide

 

Der Lebensraumtyp „naturnahe Weide“ hingegen, zeichnet sich durch intakte Nahrungsnetze, hohe Strukturvielfalt, ein feinkörniges Mosaik von Grenzlinien und ein durchgehendes Blütenangebot aus.

Die entscheidenden Erfolgsfaktoren sind die Besatzstärke und Besatzdichte mit Weidetieren:

die Besatzstärke (Anzahl der Tiere auf einer definierte Fläche während der ganzen Weidesaison) sollte je nach Wüchsigkeit zwischen 0,3 bis 0,8 GV/ha und Jahr liegen.

Die Besatzdichte (Anzahl der Tiere bei Koppelbeweidung oder Portionsweide auf einer Teilfläche derselben Weide) sollte im Idealfall  identisch mit der Besatzstärke sein (Standweide) oder durch möglichst großflächige Flächenzuteilung (Koppeleinteilung) weiträumige Fress- und Bewegungsmuster der Weidetiere zulassen.

Das Credo lautet: gering invasiv und hochfrequent. Das heißt, die für das ganze Jahr angepasste Anzahl von Weidetieren (0,3 – 0,8 GV/ha – gering invasiv) bewegt sich immer wieder (hochfrequent) über die ganze Fläche und schafft durch die Selektion von Gräsern, Blütenpflanzen und Gehölzen ein stark strukturiertes Mosaik von kurzrasigen Wärmeinseln und in direkter Nachbarschaft, überständigem Altgras.

Die Wärmeinseln dienen den Insekten zur Energieaufnahme (für wärmeliebende Arten lebenswichtig). Das Altgras dagegen ist kühler und feuchter Rückzugsort und bietet vielen Insekten durch die verholzten Röhren der Gräser die Möglichkeit der Eiablage. Gleichzeitig erleichtern die kurzrasigen Weideelemente den Brutvögeln die Aufnahme von Insekten für ihre Nestlinge.

 

Ebenso wichtig wie der Strukturreichtum sind die gleichmäßig und regelmäßig (hochfrequent) über die ganze Fläche verteilten Dunghäufen der (großen) Weidetiere.

Durch seine überaus hohe Zahl an Nahrungsgästen (Dungkäfer usw.) kurbelt Dung Nahrungsketten  an. Brutvögel sind während der energie -und eiweißintensiven Aufzucht der Nestlinge in hohem Maß auf diese Nahrungsquelle angewiesen. Sie sollte daher möglichst in unmittelbarer Nähe der Nester zur Verfügung stehen. Die direkte Nähe gewährleistet – vor allem bei schlechtem Wetter -  eine nur kurzfristige Unterbrechung der lebenswichtigen Brutwärme und während der Aufzucht das ständige Sichern der Brut vor Fressfeinden durch die Altvögel.

 

Zu beachten ist aber, dass Antiparasitika (Entwurmungsmittel) das „Mikrobiotop“ Dung zu einer Falle für viele Insekten verwandeln können. Antiparasitika sind per Definition Pestizide und wirken daher auf viele Insekten tödlich. Die wertvolle Nahrungsquelle Dung wird durch die Kontamination mit Antiparasitika nicht nur entwertet, sondern kann sogar zu einem für manche Arten erhöhten Lockeffekt führen, was angesichts der festgestellten Toxizität  besonders problematisch ist.

Die häufig letale Wirkung von Antiparasitika auf Dunginsekten durch tendenziell übermäßigen Einsatz, lässt nach Meinung vieler Experten, auf einen nicht unwesentlichen Beitrag zum allgemeinen Insektensterben schließen!

In der naturnahen Beweidung sollte daher, soweit es das Tierwohl zulässt, auf Antiparasitika ganz verzichtet, bzw. eine unumgängliche Behandlung nur nach klinischem Befund und nach Möglichkeit im Stall durchgeführt werden, mit einer entsprechenden Wartezeit vor dem erneuten Weidegang.

 

Geeignete Bruthabitate liegen am Boden (Lerche, Pieper, Kiebitz usw.) oder in Bodennähe in oder um niedrige Gehölze und Säume  - die meisten (Weide) Vögel  nisten in 35 cm Höhe – diese bieten Nistplätze,  Deckungsmöglichkeiten und Witterungsschutz. Die durch Weidetiere befressenen Gehölze (vor allem Dornengehölze) verdichten sich durch das Nachschieben von Seitentrieben zu idealen, für Prädatoren (Fressfeinde) undurchdringlichen Niststandorten (der sogenannte Kuhbusch).

Weidevögel werden bei der Suche nach einem geeigneten Brutrevier indirekt über günstige Strukturen und direkt über die Bewegungsmuster der anwesenden Weidetiere gelenkt. Dieses Verhalten ist durch die evolutionäre Assoziation mit Weidetieren in die DNA der Vögel eingeschrieben (siehe oben „Entwicklungsgeschichte der Biodiversität“).

 

Bei einer naturnahen Standweide sind beide Voraussetzungen gegeben: extensiv resistente Neststrukturen (Nischen) durch stark selektives Fressverhalten und schon im Frühjahr erkennbare Bewegungsmuster der Weidetiere.

Bei kleinteiliger Koppel- oder Portionsweide hingegen fehlen diese notwendigen Lebensraumrequisiten bzw. konstante Bewegungsmuster der Weidetiere sind für die Vögel nicht einschätzbar.

 

Ein weiteres wichtiges Strukturelement für den Lebensraumtyp „naturnahe Weide“ sind offene Bodenstellen (Stichwort „Störungsökologie“). Durch den Tritt der schweren Weidetiere und die Aktivitäten von z.B. Jungziegen wird, gerne an steilen Böschungen, Boden offen gelegt. Diese Offenstellen werden  von Sandlaufkäfern, Ameisen, Solitärbienen und -wespen, Eidechsen usw. besiedelt.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen: naturnahe extensive Beweidung schafft hochkomplexe Lebensräume für einen Großteil unserer heimischen Fauna und Flora, dient der artgerechten Haltung unserer pflanzenfressenden Nutztiere und begünstigt eine strukturreiche und kleinteilige Kulturlandschaft.

Auch in der modernen Grünlandbewirtschaftung ließen sich auf fast jedem Betrieb durch die extensive  Beweidung von weniger ertragsstarken Teilflächen wertvolle Lebensraumtypen schaffen.

Betrachtet man diese Möglichkeit über alle landwirtschaftlichen Betriebe einer Region hinweg, so könnte über diese Nutzungsform ein weitläufiges Verbundsystem von Vernetzungs- und Trittsteinstrukturen etabliert werden – eine erster und erfolgversprechender Schritt hin zu mehr Biodiversität in unserer Kulturlandschaft.

 

Oliver Post, Landschaftspflegehof Adelegg – Kreuzthal  Juni 2025

 

Quellen: Dr. Sepp Bauer, Dr. Alois Kapfer, Markus Handschuh, Prof. Dr. Rainer Luick u. andere

 

TischGespräch am 1. Juni 2025 auf dem Landschaftspflegehof Adelegg

Für diejenigen, welche am 1. Juni 2025 nicht an unserem TischGespräch teilnehmen konnten, soll hiermit der Versuch einer nachvollziehbaren Rekapitulation gemacht werden.

Gegen 10 Uhr konnte Oliver Post im Namen der „Landschaftspflegehof Adelegg GbR“ zu der neben seiner Frau Leona auch Magdalena Zintl gehört, eine große Schar großer und kleiner wissensdurstiger Besucher willkommen heißen.

Bei schönstem (Heu-)Wetter wurden wir zunächst mit der ausgeklügelten Architektur des Ziegenstalls, der Heubergehalle sowie der angegliederten Käserei vertraut gemacht. Neben seiner Funktionalität besticht das Gebäude durch seine ästhetisch wohltuende Optik. Anschließend ging es, im wahrsten Sinn des Wortes, steil bergauf.

Auf dem Hofgrundstück, welches verwahrlost mit Brombeeren überwuchert gekauft werden konnte, wurde uns von Oliver plausibel erklärt, wie mit der Beweidung durch Ziegen die Brombeeren auf ein erträgliches Maß zurückgedrängt werden konnten. Je höher wir in mehreren Etappen stiegen, umso beeindruckter waren wir von der theoretischen Kompetenz Olivers im Hinblick auf die naturnahe Beweidung zur Förderung der Artenvielfalt. Seinem ebenfalls anwesenden Mentor, dem promovierten Biologen Sepp Bauer, ist dabei sicherlich das Herz aufgegangen. Noch bewundernswerter war allerdings die praktische Umsetzung des Zaunbaus in einem Gelände wo unsereins schon Mühe hatte, einen einigermaßen stabilen Standpunkt fürs Zuhören zu finden. Den Besuchern wurden auf verschiedenen Höhenlinien diverse Auszäunungsmaßnahmen lebenswichtiger Strukturelemente für bedrohte Arten, wie der Neuntöter, verschiedene Schmetterlingsarten, die Sumpfschrecke und Wacholderrelikte aufgezeigt. Wenn dabei in einem Nebensatz noch erwähnt wird, dass die meisten dieser zeitaufwändigen und schweißtreibenden Maßnahmen freiwillig und ohne Fördergeld auf sich genommen werden, kann ermessen werden wieviel Herzblut bei den Akteuren für die Artenvielfalt in Wallung ist.

Mental gesättigt mit einer Menge bisher nicht gekannter Informationen und ihren Zusammenhängen zum Erhalt und der Förderung der Biodiversität gelangten wir um die Mittagszeit auf einen unterhalb der Kreuzleshöhe gelegenen Sattel mit einem atemberaubenden Ausblick über das Kreuzbachthal und darüber hinaus. Dort angekommen war der lange Tisch bereits gedeckt und wir durften uns am Buffet mit leckerem Ziegeneintopf, Kartoffeln mit Ziegenquark und vielen Salaten den leiblichen Hunger stillen. Danach wurde bei Kaffee und Kuchen, Radler, Bier und Saft die Basis gelegt für gedanklichen Austausch zwischen den produzierenden und den konsumierenden TischGenossen.

Ein kleiner Glanzpunkt war das in einer alten Alphütte untergebrachte Kino, in dem hinter dunklen Vorhängen und mit bunten Tüten voller Gemüse der Gärtnerhöfe der TischGenossen Film angeschaut werden konnte.

Kurz bevor das Tierwohl die Bauern wieder in Beschlag nahm, wurde mit vereinten Kräften die Open-Air-Tafel gemeinsam abgebaut. Nach dem Abstieg ins Thal begann für die Spößlinge der TischGenossen das eigentliche Highlight. Barfuß, teilweise bis zum Bauch im Wasser erkundeten sie das Bett des Kreuzbaches in Richtung Quelle. Den Eltern gelang es nur mit großer Mühe und dem Einsatz all ihrer Autorität das tropfnasse Völkchen zum Ausstieg aus dem Bach und dem Einstieg in die wartenden Autos zu bewegen. Damit war der Schlusspunkt für ein denkwürdiges TischGespräch gesetzt.

Was nochmals zu sagen und zu schreiben bleibt, ist ein riesengroßes Dankeschön an Leona, Oliver, Magdalena, ihren Partner Beat und Praktikantin Nele für dieses unvergessliche Erlebnis in der ganz speziellen Kulisse der Adelegger Naturlandschaft.

PS: wer mehr und spezifischeres zu den natur- und artenschutzfachlichen Zusammenhängen und den daraus resultierenden Schlussfolgerungen und Aktivitäten erfahren will, dem sei die diesbezügliche Zusammenstellung von Oliver wärmstens zu empfehlen. Sie kann hier nachgelesen werden: Stichworte zur naturschutzfachlichen Führung

Mit tischgenossenschaftlichen Grüßen,

Alfons Notz

Biohof Kiefer

Name: Agnes und Peter Kiefer

Ort: Schelmenmahd 1, 88430 Rot an der Rot/Zell

Besonderheiten:

gerne Gärtnerin und gära Bauer

Betriebsform:

kleiner Gemischtbetrieb

Hier leben:

Familie Kiefer und gelegentlich Helfer

Die Tiere:

  • ca. 20-25  Original Allgäuer Braunvieh (Kälber, Jungvieh, Ochsen, Kühe)
  • ca. 10 Ziegen Thüringer Waldziegenmix
  • bis zu 30 Bayerische Landgänse
  • 10-25 Zwerghühner Hofrasse
  • ein paar Bienenvölker

Ackerbau:

Kartoffeln, div. Getreide (Emmer, Dinkel, Einkorn, ...), Mohn,  Gemüse, Saatgutvermehrung von Gemüse, Blumen und Wildblumen und weitere Experimente

Gemüsebau:

breites Spektrum an Frisch- und Lagergemüse für den Hofverkauf

Produkte, die wir herstellen:

Apfelsaft, Tee

Zertifizierung: Demeter

Wir sind bei den Tischgenossen weil: Wir gerne mit leidenschaftlichen Bauern in die Zukunft denken, diskutieren und „feschten“

Hof Vorderberg

Name: Hof Vorderberg

Ort: Vorderberg 27, 88299 Leutkirch im Allgäu

Betriebsform:

Milchviehbetrieb mit muttergebundener Kälberaufzucht

Hier leben: 

Familie Notz-Neumann (Philipp und Lydia mit den Kindern Linda und Josha) und die Altbauern Josef und Theresa Notz.

Die Tiere:

Auf dem Hof Vorderberg leben 20 Milchkühe mit ihren Kälbern. Außerdem unsere Nachzucht. Unsere Kühe gehören alle der Zweinutzungsrasse Original Braunvieh an.

Des Weiteren haben wir noch vier Hühner und einen Hahn, zwei Katzen und einen Hund


Produkte, die wir herstellen:

Als Milchviehbetrieb liefern wir unsere Milch an die Bauernkäserei Leupolz. Das Fleisch unserer Tiere vermarkten wir über die Tischgenossen.

Zertifizierung: Demeter Heumilch Betrieb.

Wir sind bei den Tischgenossen weil: Es uns ein großes Anliegen ist, die gemeinsamen und verbindlichen Grundsätze der TischGenossen zur Haltung und Aufzucht unserer Tiere und zur Bewirtschaftung unserer Flächen in der täglichen Arbeit auf unserem Hof umzusetzen und zu leben.

Außerdem ist es uns als Milchviehbetrieb wichtig, unsere Tiere nicht aus der Hand zu geben und sie bis zur Schlachtung zu begleiten. Durch das Vermarkten unserer Tiere über die TischGenossen können wir den Tieren lange Transportwege ersparen, die Tiere bis zum Schluss begleiten und das Fleisch regional vermarkten.

Den Austausch untereinander, das gemeinsame Tun und die kollektiven Ansichten erachten wir als ausgesprochen wertvoll. Das Arbeiten in der Gemeinschaft der TischGenossen ist eine große Unterstützung und Motivation für uns.

Hof Weipo

Name: Hof Weipo

Ort: Weipoldshofen bei Leutkirch

Besonderheiten: 

  • Hof Weipo wird seit 1976 ökologisch und seit 1986 nach den Demeter-Richtlinien bewirtschaftet
  • Junge und alte Generation arbeiten auf Hof Weipo Hand in Hand
  • Im Sommer sperren wir bis zu viermal täglich die gesamte Ortsdurchfahrt, um unsere Tiere auf die umliegenden Weiden und wieder zurück zum Hof zu treiben

Betriebsform:

Milchvieh (Heumilch) mit Mutter- bzw. Ammengebundene Kälberaufzucht und Fleischerzeugung, Hofhaltestelle mit Milchautomaten und Selbstbedienungskühlschrank

Hier leben:

Jonas Notz und Aurelia Lutz mit Anouk, Carla, Jovis und Ruben. Tatkräftig unterstützt von den Altbauern Alfons und Marlise Notz.

Die Tiere:

Als Rinderrasse haben wir die Zweinutzungsrasse (Milch und Fleisch) Original Schweizer Braunvieh. Auf dem Hof leben 35 Milchkühe, 1 Bulle,  41 Rinder, 11 Kälber, 4 Hühner, 1 Hahn, 3 Katzen, 1 Hund und 1 Bienenvolk. Zeitweise wird unser Betrieb durch die Anwesenheit von 7 Wasserbüffeln bereichert.


Produkte, die wir herstellen: 

Milch, Fleisch und Wurstwaren

Zertifizierung: Demeter, außerdem sind wir ein zertifizierter Heumilchbetrieb als auch zertifiziert in der kuhgebundenen Kälberaufzucht.

Wir sind bei den Tischgenossen weil: Wir die Art wie wir Landwirtschaft begreifen und umsetzen nur stemmen können, indem wir die Produkte direkt an die KundInnen bzw. EndverbraucherInnen verkaufen. Außerdem wollen wir nicht nur hochwertige und wohlschmeckende Lebensmittel vermarkten, sondern auch erlebbar machen, wie dies im Einklang mit Artenvielfalt, Tierwohl und sozialen Aspekten funktionieren kann. Wir haben mit den Tischgenossen andere Höfe gefunden die sehr ähnliche Werte leben. Die Gemeinschaft der TischGenossen gibt uns mit ihrem Zusammenhalt und dem Teamgeist die Kraft, dies zu entwickeln und zu tragen.

Gärtnerhof Oberreute

Name: Gärtnerhof Oberreute

Ort: Kißlegg-Oberreute

Besonderheiten:

kleiner vielfältiger direkt vermarktender Bauernhof

Betriebsform:

Hofgemeinschaft mit Gemüsebau, Kräuteranbau, Milchvieh, muttergebundene Kälberaufzucht, Milchverarbeitung 

Hier Leben:

Betriebsleiter-in (bisher 2 (Maria Palm-Kiefl, Roland Palm), hoffentlich bald mehr), 3 Lehrlinge, 4 Mitarbeiter in Teilzeit

Die Tiere:

9 Milchkühe mit Nachzucht. 10 Hühner, 10 Enten, 4 Katzen, 5 Bienenvölker, viele Vögel, Insekten, Bodentiere


Gemüsebau: 

3 Hektar Freilandgemüse (ca. 50 verschiedene Sorten), Küchen und Teekräuter ca. 700 m²  Gemüseanbau unter Glas und eigene Jungpflanzenanzucht

Produkte, die wir herstellen:

Gemüse alles was hier wächst, Kartoffeln, Kräutertees, Sauerkraut , Jogurt, Quark, Fleisch und Wurst

Zertifizierung: Demeter

Wir sind bei den Tischgenossen, weil: Wir als Bauern gemeinsam mehr bewegen können, weil wir gemeinsam unsere Anliegen und Tätigkeiten, die über die Produktion von Nahrungsmitteln hinausgehen, besser darstellen können und weil wir uns nur gemeinsam mit KundInnen und UnterstützerInnen eine Zukunft für eine wirklich enkeltaugliche Landbewirtschaftung vorstellen können.

Landschaftspflegehof Adelegg

Name: Landschaftspflegehof Adelegg

Ort: Kreuzthal - Bayern

Besonderheiten:

Verbindung von Landwirtschaft und Naturschutz auf 120 ha. Grenzertragsstandort mit sehr artenreichen Bergweiden- und Wiesen, naturschutzfachlich orientiertes Beweidungsmanagement mit Rindern und Ziegen, muttergebundene Kitzaufzucht

Betriebsform:

Demeter-Betrieb mit Milchziegenhaltung, Hofkäserei, Alpbetrieb

Hier Leben:

Leona und Oliver Post, Magdalena Zintl und unsere SommerpraktikantInnen

Die Tiere:

  • 60 Milchziegen (Bunte deutsche Edelziege, Thürigner Wald Ziege)
  • 20 Jungziegen zur Nachzucht
  • 2 Thüringer Wald Ziegenböcke
  • 3 Mutterkühe (Hinterwälder und Original Braunvieh) mit Jungrindern und Kälbern
  • 130 Jungrinder zur Sömmerung (größtenteils von den TischGenossen-Höfen)
  • 4 Bienenvölker

Produkte, die wir herstellen: 

Ziegenkäse aus Rohmilch (Frischkäse, Lactic, Camembert, Mutschli, Hartkäse), Zickleinfleisch und Ziegenwurstwaren. Alle Produkte werden über unseren Hofladen, den Kreuzthaler Dorfladen und die Leutkircher und Isnyer Wochenmärkte direkt an die KundInnen vermarktet 

Zertifizierung: Demeter

Wir sind bei den TischGenossen, weil wir davon überzeugt sind, dass nur in einer Gruppe Gleichgesinnter eine Landwirtschaft, wie sie in unserem Leitbild verankert ist, erreicht werden kann. Die artgerechte Aufzucht unserer Tiere, eine möglichst stressfreie und würdige Schlachtung, die gemeinsame Vermarktung und der lebendige Kontakt zu den Kunden, all dies wird getragen von der Gruppe und kann auch nur so gelingen. Darüber hinaus brauchen und genießen wir den regelmäßigen Austausch mit den anderen TischGenossen.